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AP German Language and Culture › Identify Supporting/Relevant Details

Questions 1 - 10
1

Lies den folgenden literarischen Auszug und beantworte die Frage.

Als Mara den Brief aus dem Briefkasten zieht, spürt sie sofort das ungewohnte Gewicht des Papiers. Er ist nicht dick, aber er liegt fest in ihrer Hand, als wolle er sie bremsen. Oben links steht die Adresse ihres Vaters, den sie seit Jahren nur an Geburtstagen kurz anruft. Sie bleibt im Treppenhaus stehen, obwohl draußen die Nachbarn lachen und ihre Schritte über den Hof hallen.

In der Wohnung legt sie den Umschlag auf den Küchentisch, direkt neben die ungeöffnete Rechnung, die sie seit Tagen ignoriert. Mara kocht Wasser, vergisst den Teebeutel und starrt auf die Uhr, als könnte Zeit ihr die Entscheidung abnehmen. Sie denkt an den letzten Besuch beim Vater: an die sorgfältig aufgereihten Bücher, an den Geruch nach Möbelpolitur und daran, wie er jedes persönliche Thema mit einem Witz beendet hat. „Du machst das schon“, hatte er gesagt, als sie von ihrer Ausbildung sprach.

Jetzt reißt sie den Umschlag nicht auf. Stattdessen nimmt sie ihr Handy, tippt eine Nachricht und löscht sie wieder. Schließlich schiebt sie den Brief in die Schublade, in der auch alte Fotos liegen, und schließt sie, als wäre damit etwas erledigt. Doch als sie später das Licht ausmacht, bleibt sie im Dunkeln wach und zählt die Geräusche im Haus, bis der Morgen kommt.

Frage: Welche Textstelle stützt am besten, dass Mara eine Entscheidung hinauszögert?

Sie denkt an Bücher und Möbelpolitur beim Vater.

Oben links steht die Adresse ihres Vaters.

Sie kocht Wasser und vergisst den Teebeutel.

Draußen lachen die Nachbarn im Hof.

Explanation

This question tests AP German comprehension skills, specifically identifying supporting details relevant to the main idea. Supporting details are pieces of information that reinforce or clarify the main idea or argument in a text. In this literary passage, the text shows Mara avoiding or delaying a decision about opening her father's letter. Choice A is correct because it directly demonstrates her procrastination: she boils water but forgets the tea bag, showing her distracted state and avoidance behavior. Choice D is incorrect because remembering past visits provides context but doesn't directly show her current hesitation. To help students: In literary texts, look for actions that reveal character psychology. Practice identifying concrete behaviors that demonstrate abstract concepts like hesitation or avoidance.

2

Lies den folgenden Zeitungskommentar und beantworte die Frage.

Immer mehr Städte richten „Tauschregale“ oder „Verschenkeschränke“ ein: kleine, öffentlich zugängliche Orte, an denen Menschen Dinge ablegen, die sie nicht mehr brauchen, und andere sie kostenlos mitnehmen können. Ich sehe darin eine praktische Form von Nachhaltigkeit, die ohne großen moralischen Zeigefinger auskommt. Wer ein Buch oder ein Glas abgibt, erlebt unmittelbar, dass Teilen Ressourcen schont.

Kritiker befürchten Unordnung. Diese Gefahr gibt es, aber sie ist kein Gegenargument, sondern eine Frage der Pflege. In meiner Stadt kümmert sich ein Verein darum, dass kaputte Gegenstände entsorgt werden und dass keine Werbung im Regal landet. Außerdem hängt ein kurzer Zettel mit Regeln aus: sauber, legal, alltagstauglich. Gerade diese Einfachheit, so meine Beobachtung, senkt die Schwelle für Menschen, die sonst nie zu einer Umweltinitiative gehen würden.

Natürlich lösen Tauschregale nicht alle Probleme. Doch sie verändern Gewohnheiten. Wenn man sieht, dass Nachbarn Dinge weitergeben, denkt man beim nächsten Kauf eher nach. Und vielleicht ist das der wichtigste Effekt: Nicht die perfekte Lösung, sondern ein Schritt, der im Alltag sichtbar wird.

Frage: Welche Detailangabe stützt am besten die These, dass Tauschregale die Schwelle senken?

Ein Verein entsorgt kaputte Sachen und verhindert Werbung im Regal.

Viele hängen einen kurzen Zettel mit einfachen Regeln aus.

Tauschregale lösen nicht alle Probleme, verändern aber Gewohnheiten.

Man kann Bücher oder Gläser kostenlos mitnehmen.

Explanation

This question tests AP German comprehension skills, specifically identifying supporting details relevant to the main idea. Supporting details are pieces of information that reinforce or clarify the main idea or argument in a text. In this commentary about exchange shelves, the author argues that they lower barriers to participation in sustainability efforts. Choice D is correct because the simple posted rules ('clean, legal, practical') demonstrate the low-threshold approach that makes participation easy for people who might not otherwise engage in environmental initiatives. Choice A is incorrect because it states a general conclusion rather than providing specific supporting evidence. To help students: Look for concrete examples that illustrate abstract claims. Practice connecting specific details to broader arguments about accessibility or participation.

3

Lies den folgenden literarischen Auszug (Literarischer Ausschnitt) und beantworte die Frage.

Als Mira an diesem Morgen den Schlüssel im Schloss dreht, hört sie im Treppenhaus schon die Schritte der Nachbarin. Sie bleibt einen Moment stehen, als müsste sie sich entscheiden, ob sie die Tür wirklich öffnen will. Seit Wochen hängt der Brief der Musikschule an der Pinnwand, direkt neben dem Stundenplan: Einladung zum Vorspielabend. „Nur ein kleines Stück“, hatte der Lehrer gesagt, „du kannst das.“ Mira hatte genickt, aber ihr Nicken war eher eine Höflichkeit gewesen als Zustimmung.

In der Küche liegt die Geige noch im Kasten, obwohl sie gestern geschworen hatte zu üben. Stattdessen hatte sie lange aus dem Fenster gesehen, auf den Spielplatz, auf dem die Kinder ohne Nachdenken laut waren. Sie fragt sich, warum ihr das nicht gelingt. Wenn sie spielt, hört sie jeden Fehler doppelt: einmal im Raum und einmal in ihrem Kopf. Trotzdem nimmt sie jetzt den Bogen in die Hand. Sie spürt, wie die Angst ihr die Schultern hochzieht, und zwingt sich, langsam zu atmen.

Als sie den ersten Ton anstreicht, klingt er dünn. Mira will sofort aufhören, doch dann erinnert sie sich an den Satz ihrer Mutter: „Mut ist nicht, keine Angst zu haben, sondern trotz der Angst etwas zu tun.“ Sie wiederholt die Passage, diesmal etwas ruhiger. Im Treppenhaus sind die Schritte verschwunden; die Nachbarin ist wohl schon draußen. Mira merkt, dass sie allein ist, und genau das hilft.

Am Ende spielt sie das Stück einmal durch. Es ist nicht perfekt, aber es ist wirklich. Als sie den Deckel schließt, nimmt sie den Brief von der Pinnwand und legt ihn in ihre Tasche.

Frage: According to the text, welcher Satz stützt am besten Miras Motivation, trotz Angst zu üben?

Im Treppenhaus sind die Schritte verschwunden.

„Mut ist nicht, keine Angst zu haben, sondern trotz der Angst etwas zu tun.“

Sie hört jeden Fehler doppelt: im Raum und in ihrem Kopf.

„Nur ein kleines Stück“, hatte der Lehrer gesagt.

Explanation

This question tests AP German comprehension skills, specifically identifying supporting details relevant to the main idea. Supporting details are pieces of information that reinforce or clarify the main idea or argument in a text. In this literary excerpt, Mira struggles with performance anxiety but finds motivation to practice despite her fear. Choice C is correct because her mother's saying 'Courage is not having no fear, but doing something despite the fear' directly provides the philosophical support that helps Mira continue practicing. Choice B is incorrect because while it describes her anxiety, it doesn't support her motivation to overcome it. To help students: Train them to identify pivotal moments or quotes that drive character development. Practice distinguishing between descriptive details and motivational elements in literary texts.

4

Lies den folgenden Zeitungskommentar (Meinungsstück) und beantworte die Frage.

Wer heute durch eine größere deutsche Stadt läuft, sieht sie an fast jeder Ecke: Leihfahrräder und E-Scooter. Viele Menschen schätzen, dass sie damit schnell vom Bahnhof zur Schule, zur Arbeit oder zum Sport kommen. Trotzdem entsteht ein neues Problem, das lange unterschätzt wurde: Der öffentliche Raum wird knapper, wenn Fahrzeuge ungeordnet abgestellt werden. Gehwege sind nicht nur Wege, sondern auch Orte, an denen Kinder, ältere Menschen und Personen mit Kinderwagen oder Rollstuhl sicher unterwegs sein müssen.

Ich bin nicht gegen diese Angebote. Im Gegenteil: Wenn weniger Autos in der Innenstadt fahren, profitieren alle von besserer Luft und weniger Lärm. Aber die Regeln müssen so gestaltet sein, dass Freiheit nicht auf Kosten anderer geht. Einige Städte testen bereits feste Abstellzonen. Dort dürfen Scooter nur in markierten Bereichen geparkt werden; wer das ignoriert, zahlt eine Gebühr. Solche Lösungen wirken zunächst streng, doch sie schaffen Klarheit.

Außerdem zeigen Daten aus Pilotprojekten, dass Ordnung nicht automatisch weniger Nutzung bedeutet. In einer Stadt, die Abstellflächen an Haltestellen einrichtete, blieb die Zahl der Fahrten stabil, während Beschwerden über blockierte Wege deutlich zurückgingen. Entscheidend ist, dass die Zonen dort liegen, wo Menschen sie wirklich brauchen: an Knotenpunkten des Nahverkehrs und in der Nähe großer Schulen.

Am Ende geht es um eine einfache Frage: Wem gehört die Straße? Sie gehört nicht nur denen, die schnell sein wollen, sondern auch denen, die langsam gehen. Eine moderne Mobilitätspolitik muss beides ermöglichen.

Frage: According to the text, welches Belegstück stützt die Forderung nach festen Abstellzonen?

Leihfahrzeuge stehen an fast jeder Ecke in größeren Städten.

Weniger Autos bringen bessere Luft und weniger Lärm in Innenstädten.

In Pilotprojekten bleiben Fahrten stabil, während Beschwerden deutlich zurückgehen.

Die Straße gehört auch Menschen, die langsam gehen.

Explanation

This question tests AP German comprehension skills, specifically identifying supporting details relevant to the main idea. Supporting details are pieces of information that reinforce or clarify the main idea or argument in a text. In this opinion piece, the author argues for designated parking zones for e-scooters to balance mobility freedom with public space accessibility. Choice C is correct because it provides concrete evidence from pilot projects showing that designated zones maintain usage levels while significantly reducing complaints about blocked paths - directly supporting the author's proposal. Choice B is incorrect because while it states a general benefit, it doesn't specifically support the parking zone solution. To help students: Train them to look for empirical evidence or specific examples that directly validate the author's main argument. Practice identifying cause-and-effect relationships in supporting details.

5

Lies den folgenden Zeitungskommentar (Meinungsstück) und beantworte die Frage.

Hausaufgaben gehören für viele Schülerinnen und Schüler zum Alltag, doch ihre Wirkung wird oft zu einfach dargestellt. Manche sagen, ohne Hausaufgaben lerne niemand Disziplin; andere behaupten, sie seien grundsätzlich unfair. Meiner Ansicht nach kommt es weniger auf die Menge an als auf die Art: Hausaufgaben sollten das vertiefen, was im Unterricht begonnen wurde, und sie sollten so gestaltet sein, dass sie ohne teure Nachhilfe machbar sind.

Ein Argument dafür ist die unterschiedliche Ausgangslage zu Hause. Wer einen ruhigen Arbeitsplatz hat und Unterstützung bekommt, erledigt Aufgaben leichter als jemand, der sich das Zimmer mit Geschwistern teilt oder nachmittags auf kleine Kinder aufpasst. Wenn Lehrkräfte diese Realität ignorieren, verstärken Hausaufgaben bestehende Unterschiede. Das heißt nicht, dass man alles streichen muss. Vielmehr braucht es klare Ziele: kurze Aufgaben, die zum Denken anregen, und Möglichkeiten, Fragen am nächsten Tag zu klären.

Einige Schulen probieren deshalb Lernzeiten am Nachmittag aus. Dort können Schülerinnen und Schüler Aufgaben in der Schule erledigen, mit Zugang zu Materialien und mit einer Ansprechperson. Erste Rückmeldungen zeigen, dass dadurch weniger Stress entsteht und mehr Aufgaben tatsächlich verstanden werden. Gleichzeitig bleibt Zeit für Sport, Musik oder einfach Erholung.

Hausaufgaben sind also nicht automatisch gut oder schlecht. Sie sind nur dann sinnvoll, wenn sie fair geplant sind und Lernen unterstützen statt Druck zu erhöhen.

Frage: According to the text, was ist ein zentrales Beweisstück für „fair geplante“ Hausaufgaben?

Hausaufgaben sollen ohne teure Nachhilfe machbar sein.

Viele Schülerinnen und Schüler haben Hausaufgaben im Alltag.

Manche finden, Hausaufgaben seien grundsätzlich unfair.

In Lernzeiten bleibt mehr Zeit für Sport und Erholung.

Explanation

This question tests AP German comprehension skills, specifically identifying supporting details relevant to the main idea. Supporting details are pieces of information that reinforce or clarify the main idea or argument in a text. In this opinion piece, the author argues for fairly planned homework that doesn't disadvantage certain students. Choice B is correct because it directly supports the concept of 'fair' homework by stating that assignments should be doable without expensive tutoring, addressing equity concerns. Choice D is incorrect because while it mentions a benefit of study periods, it doesn't directly define what makes homework 'fair.' To help students: Train them to identify criteria or conditions that define key concepts in the argument. Practice recognizing evidence that addresses fairness and equity issues in educational contexts.

6

Lies den folgenden literarischen Auszug (Literary Excerpt) und beantworte die Frage.

Jonas sitzt im Zug nach Wien und hält das Programmheft der Konferenz so fest, als könnte es ihm Sicherheit geben. Er hat sich freiwillig gemeldet, einen kurzen Vortrag zu übernehmen, obwohl er seit Wochen schlecht schläft. Nicht weil er das Thema nicht versteht, sondern weil er fürchtet, dass sein Akzent auffällt, sobald er vor einem internationalen Publikum spricht.

Als der Zug an einem kleinen Bahnhof hält, steigt eine ältere Frau ein und fragt, ob der Platz neben ihm frei sei. Jonas nickt. Sie legt eine Stofftasche ab, aus der ein Notizbuch und ein Bleistift herausragen. Nach einigen Minuten sagt sie, sie fahre zu ihrer Enkelin und habe „ein bisschen Angst, etwas zu vergessen“. Jonas lächelt, weil er denselben Satz innerlich seit Tagen wiederholt.

Er nimmt sein Handy, öffnet die Notizen und liest leise den ersten Absatz. Dann schreibt er zwei Sätze um, kürzer, klarer. Er merkt, dass er nicht perfekt klingen muss, um verstanden zu werden. Als der Zug weiterfährt, klappt er das Programmheft zu. Zum ersten Mal seit Langem fühlt sich die Aufgabe nicht wie eine Prüfung an, sondern wie eine Einladung.

Frage: According to the text, which detail supports Jonas’ Veränderung von Angst zu Zuversicht?​

Er hält das Programmheft fest, als gäbe es ihm Sicherheit.

Er schreibt zwei Sätze um, kürzer und klarer, und fühlt sich erleichtert.

Die Frau trägt eine Stofftasche mit Notizbuch und Bleistift.

Der Zug hält an einem kleinen Bahnhof und fährt dann weiter.

Explanation

This question tests AP German comprehension skills, specifically identifying supporting details relevant to the main idea. Supporting details are pieces of information that reinforce or clarify the main idea or argument in a text. In this literary excerpt, Jonas transforms from anxiety to confidence about his presentation. Choice C is correct because it shows the pivotal moment - he rewrites sentences to be shorter and clearer, then feels relieved, demonstrating his shift from perfectionist fear to practical confidence. Choice A is incorrect because holding the program tightly shows his anxiety, not his transformation to confidence. To help students: In character development questions, look for actions that show internal change, not just emotional states. Practice identifying turning points where characters take constructive action.

7

Lies den folgenden literarischen Auszug (Literary Excerpt) und beantworte die Frage.

Als Mira an diesem Morgen den Schlüssel in der Hand dreht, spürt sie, dass die Wohnung stiller ist als sonst. Seit dem Umzug nach Köln hat sie sich eingeredet, dass Veränderung vor allem eine Frage des Mutes sei. Doch Mut, merkt sie, besteht nicht aus großen Gesten, sondern aus kleinen Entscheidungen, die niemand sieht.

Auf dem Küchentisch liegt der Brief ihrer Mutter, sorgfältig gefaltet, als hätte er eine feste Form bekommen. Mira liest ihn nicht sofort. Stattdessen öffnet sie das Fenster, lässt kalte Luft hinein und hört die Straßenbahn in der Ferne. Ihr Blick fällt auf den Karton mit Büchern, den sie seit Wochen nicht auspackt. Ob sie die Stadt wirklich kennenlernen will, fragt sie sich, oder ob sie sich nur versteckt, indem sie beschäftigt wirkt.

Später, im Treppenhaus, begegnet sie dem Nachbarn, der ihr schon einmal beim Tragen geholfen hat. Er fragt, ob sie am Abend mit in die Hausgemeinschaftsküche kommen möchte, „nur auf einen Tee“. Mira zögert, weil sie ihre Unsicherheit nicht zeigen will. Dann erinnert sie sich an den Brief auf dem Tisch und an den leeren Karton. „Ja“, sagt sie, leiser als geplant, aber deutlich genug.

Als die Tür hinter ihr zufällt, merkt sie, dass ihre Entscheidung nichts mit Höflichkeit zu tun hat. Sie will nicht länger warten, bis ein Gefühl von Zuhause einfach auftaucht. Sie will es selbst beginnen.

Frage: According to the text, which detail illustrates Miras Motiv, aktiv Zugehörigkeit aufzubauen?​

Sie sagt dem Nachbarn zu und geht in die Gemeinschaftsküche.

Die Wohnung ist an diesem Morgen stiller als sonst.

Der Brief der Mutter liegt sorgfältig gefaltet auf dem Tisch.

Sie hört die Straßenbahn in der Ferne.

Explanation

This question tests AP German comprehension skills, specifically identifying supporting details relevant to the main idea. Supporting details are pieces of information that reinforce or clarify the main idea or argument in a text. In this literary excerpt, Mira's motive is to actively build belonging in her new city rather than waiting for it to happen naturally. Choice B is correct because it shows her concrete action - accepting the neighbor's invitation to the community kitchen - which demonstrates her decision to actively create connections. Choice C is incorrect because the mother's letter is merely a descriptive detail that doesn't illustrate Mira taking action to build belonging. To help students: In literary texts, focus on character actions that demonstrate internal motivations. Practice distinguishing between setting details and character-driven plot points.

8

Lies den folgenden Zeitungskommentar (Meinungsstück) und beantworte die Frage.

In vielen Städten wird darüber gesprochen, ob Bibliotheken mehr sein sollen als Orte zum Ausleihen von Büchern. Ich meine: Ja, denn moderne Bibliotheken erfüllen längst eine soziale Funktion, die man nicht unterschätzen darf. Wer nur auf die Regale schaut, übersieht die Menschen zwischen ihnen.

In meiner Stadt bietet die Bibliothek jeden Mittwoch einen kostenlosen „Lernraum“ an. Ehrenamtliche unterstützen Jugendliche bei Hausaufgaben, und es gibt ruhige Plätze für diejenigen, die zu Hause keinen Schreibtisch haben. Außerdem finden am Wochenende Vorlesestunden für jüngere Kinder statt, oft zweisprachig, damit Familien, die erst seit kurzem hier leben, leichter Zugang zur Sprache finden.

Kritiker sagen, die Bibliothek solle sich auf Literatur konzentrieren. Doch gerade Literatur braucht Bedingungen: Zeit, Ruhe und eine Atmosphäre, in der Fragen erlaubt sind. Wenn die Bibliothek Menschen zusammenbringt, stärkt sie auch die Lesekultur. Das sieht man daran, dass die Ausleihzahlen nach den Vorlesestunden oft steigen und dass Jugendliche, die den Lernraum nutzen, häufiger selbstständig nach Sachbüchern fragen.

Wer Bibliotheken als Treffpunkt unterstützt, investiert nicht in „Extras“, sondern in Bildung, die erreichbar bleibt.

Frage: According to the text, which detail supports the argument, dass Bibliotheken Bildung zugänglicher machen?​

Kritiker fordern, Bibliotheken sollen sich auf Literatur konzentrieren.

Die Bibliothek bietet einen kostenlosen Lernraum mit Ehrenamtlichen an.

In Bibliotheken stehen viele Regale zwischen den Menschen.

Am Wochenende ist die Bibliothek oft sehr ruhig.

Explanation

This question tests AP German comprehension skills, specifically identifying supporting details relevant to the main idea. Supporting details are pieces of information that reinforce or clarify the main idea or argument in a text. In this opinion piece, the author argues that libraries make education more accessible by serving social functions beyond book lending. Choice B is correct because it provides concrete evidence - the library offers free study spaces with volunteer tutors, directly demonstrating how education becomes accessible to those without resources at home. Choice A is incorrect because it describes critics' opposing viewpoint rather than supporting evidence for the author's argument. To help students: Train them to distinguish between supporting evidence and counterarguments. Practice identifying specific programs or services that demonstrate abstract claims about accessibility.

9

Lies den folgenden Zeitungskommentar (Meinungsstück) und beantworte die Frage.

Viele Jugendliche wünschen sich mehr praktische Inhalte in der Schule, etwa Kochen, einfache Finanzplanung oder das Schreiben von Bewerbungen. Solche Themen als „unwichtig“ abzutun, ist kurzsichtig. Allgemeinbildung bedeutet nicht nur, Gedichte zu analysieren oder Formeln zu beherrschen, sondern auch, den Alltag selbstständig zu organisieren.

Ein Beispiel: In einer neunten Klasse an einer Gesamtschule wird einmal pro Monat ein Projekttag durchgeführt. Dort planen Schülerinnen ein günstiges Mittagessen, vergleichen Preise im Supermarkt und rechnen aus, wie viel eine Familie pro Woche für Lebensmittel ausgeben könnte. Danach schreiben sie kurze Reflexionen darüber, welche Entscheidungen gesund, fair und realistisch sind. Lehrkräfte berichten, dass gerade Schülerinnen, die sonst wenig sprechen, in diesen Stunden Verantwortung übernehmen.

Natürlich darf das nicht zulasten anderer Fächer gehen. Aber wenn Schule zeigt, wie Wissen angewendet wird, steigt auch die Motivation für theoretische Inhalte. Wer beim Budgetieren Prozentrechnung braucht, versteht plötzlich, warum Genauigkeit zählt. Lebensnahe Bildung ist kein Ersatz, sondern eine Brücke.

Frage: According to the text, what evidence supports the claim that praktische Projekttage Motivation erhöhen?​

Der Projekttag findet einmal pro Monat in der neunten Klasse statt.

Lebensnahe Bildung ist eine Brücke und kein Ersatz.

Gedichtanalyse und Formeln gehören weiterhin zur Allgemeinbildung.

Schülerinnen planen ein Mittagessen und nutzen dabei Prozentrechnung.

Explanation

This question tests AP German comprehension skills, specifically identifying supporting details relevant to the main idea. Supporting details are pieces of information that reinforce or clarify the main idea or argument in a text. In this opinion piece, the author argues that practical project days increase student motivation for learning. Choice B is correct because it provides specific evidence - students plan a meal and use percentage calculations in the process, showing how practical application makes abstract concepts relevant. Choice A is incorrect because it's a general statement about the philosophy of practical education, not specific evidence of increased motivation. To help students: Focus on concrete examples that demonstrate cause and effect. Practice distinguishing between philosophical statements and empirical evidence of student engagement.

10

Lies den folgenden historischen Bericht und beantworte die Frage.

Als Johannes Gutenberg im 15. Jahrhundert in Mainz mit beweglichen Metalllettern arbeitet, verändert sich die Verbreitung von Texten in Europa grundlegend. Vorher werden Bücher meist von Hand abgeschrieben, was Zeit kostet und Fehler begünstigt. Der Bericht betont, dass Gutenbergs technische Idee nicht nur eine Maschine ist, sondern ein System: Lettern, Druckpresse, passende Tinte und ein Verfahren, das Wiederholbarkeit ermöglicht.

Ein zentrales Beispiel im Text ist die berühmte Bibel, die in vergleichsweise hoher Stückzahl hergestellt werden kann. Dadurch sinken die Kosten pro Exemplar, und mehr Menschen können gedruckte Texte erwerben oder zumindest in Kirchen und Schulen sehen. Gleichzeitig entstehen neue Berufe: Setzer, Drucker, Händler. Städte mit Druckereien werden zu Orten, an denen Nachrichten und Ideen schneller zirkulieren.

Der Autor weist auch darauf hin, dass die Technik allein nicht alles erklärt. Entscheidend ist, dass sich ein Markt bildet und dass Leserinnen und Leser entstehen, die gedruckte Informationen nutzen wollen. Dennoch bleibt die Kernbotschaft: Durch den Druck wird Wissen weniger abhängig von einzelnen Abschreibern und wird breiter zugänglich.

Frage: Welche Detailangabe belegt am stärksten, dass Wissen breiter zugänglich wird?

Vorher werden Bücher meist von Hand abgeschrieben.

Gutenbergs Idee ist ein System aus Lettern, Presse und Tinte.

Städte mit Druckereien werden zu Orten schnellerer Zirkulation.

Die Bibel kann in höherer Stückzahl hergestellt werden, wodurch Kosten sinken.

Explanation

This question tests AP German comprehension skills, specifically identifying supporting details relevant to the main idea. Supporting details are pieces of information that reinforce or clarify the main idea or argument in a text. In this historical text about Gutenberg's printing press, the main idea is that printing made knowledge more broadly accessible. Choice B is correct because it provides concrete evidence: the Bible could be produced in higher quantities, which lowered costs per copy, allowing more people to acquire or access printed texts. Choice A is incorrect because it describes the technical system without showing how it increased accessibility. To help students: Train them to identify cause-and-effect chains that connect innovations to social impacts. Watch for: Students selecting technical details without considering their broader implications.

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